“Demokratie
braucht
politische Bildung”

Eine lebendige, internationale NGO

DARE – Democracy and Human Rights Education in Europe
Foto: DARE
26.07. 2021

DARE – Democracy and Human Rights Education in Europe wählt neuen Vorstand

Im Rahmen der Online-Jahresversammlung von DARE – Democracy and Human Rights Education in Europe wurde am 1. Juli 2021 für die nächsten drei Jahre ein neuer Vorstand gewählt. Zudem konnten drei neue Mitglieder in das Netzwerk aufgenommen werden.

 

Georg Pirker (Referent für internationale Bildungsarbeit, AdB) wurde als Vorsitzender im Amt bestätigt. Agnese Balode (Direktorin, Baltic Human Rights Society) wurde als neue Schatzmeisterin und Evgenyja Khoroltseva (head of department for EDC in Russian Federation, Human Rights Academy Norway) als neue Sekretärin ebenfalls für eine weitere Amtszeit im Vorstand wiedergewählt. Als weitere neue Mitglieder wurden Rebecca Welge (Geschäftsführerin, demokrative.ch, Schweiz) (Vize-Vorsitzende), Moritz Borchardt (Projektmanager, Culture goes Europe, Erfurt) und Inês Carvalho (Pädagogische Leitung für soziale und Menschenrechtsbildung, rede inducar, Portugal) gewählt. Tim Scholz (Pädagogischer Leiter, Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein) und Antje Scheidler (Direktorin Humanity in Action Europe) wurden in ihrem Amt als Rechnungsprüfende für weitere zwei Jahre bestätigt.

 

Mit dem Department of Early Childhood Education, School of Humanities and Social Sciences der University of Western Macedonia und dem European Institute of Education for Democratic Culture an der Universidad Catolica de Valencia San Vicente Mártir (UCV) haben die DARE-Mitglieder zwei ausgewiesene Experteneinrichtungen im Bereich der europäischen EDC-Forschung und Lehre als neue Mitglieder aufgenommen. Zudem wurde der kroatische Verein DELTA als eine profilierte NGO, die vorrangig im Bereich lokaler und demokratischer Partizipation junger Menschen tätig ist, als neues Mitglied aufgenommen. Die Entwicklung ist sehr erfreulich, da sich dadurch mittlerweile das ganze Feld des Lebenslangen Lernens in Europa in seinen verschiedenen Akteurskonstellationen in DARE breit abbildet.

 

In einem offenen Workshoptag am 2. Juli hatten die Mitglieder des Netzwerks die Gelegenheit zu intensivem Austausch. Neben der Präsentation aktueller Projekte aus den verschiedenen Kontexten der Arbeit des Netzwerks und konkreten methodischen Trainings wurde dabei auch mit Partnern aus der Russischen Föderation die aktuelle Situation für Menschenrechts- und Demokratiebildung in Russland erörtert. Die fortschreitende Verschärfung der „Ausländische Agenten Gesetze“ wie auch die neuen Bildungsgesetze, die verstärkte Inanspruchnahme von Geldwäsche- und Anti-Terrorgesetzgebung zur Gängelung von Vereinen und Privatpersonen sowie die willkürliche Einstufung von NGOs als extremistische Organisationen verunmöglichen die Arbeit der Partner vor Ort. Sie stellen gerade auch die internationale Zusammenarbeit vor erhebliche Herausforderungen. Angesichts der aktuellen Situation im politischen EU-Russland Verhältnis stellt sich verstärkt die Frage, welche Perspektiven jungen Menschen eröffnet werden müssen und wie diese sinnvoll geplant und angelegt werden können, ohne politisch vereinnahmt zu werden. Es erscheint dringend notwendig, dass gerade die junge Generation in der russischen Föderation Gelegenheit bekommt, andere Alltagsrealitäten zu erfahren und sich vor Ort und in der Begegnung ein eigenes Bild über die gesellschaftspolitische Realität in der EU zu machen, das nicht durch Unterlassung, Desinformation und gezielte Diskreditierung gezeichnet ist.

 

Einen ausführlichen Bericht zur Arbeit des DARE-Netzwerkes finden Sie hier.
Weitere Informationen auf der Website der NGO.